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Geheime Staatspolizei
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Die Geheime Staatspolizei, kurz Gestapo genannt (bis 1936 auch Gestapa fĂŒr Geheimes Staatspolizeiamtcite-ref-1[1]), war die politische Polizei des deutschen Regimes in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945. Sie besaĂ weitreichende, unkontrollierte Machtbefugnisse bei der BekĂ€mpfung politischer Gegner, zu denen nicht nur Oppositionelle, sondern nach der nationalsozialistischen Ideologie etwa auch Juden, âZigeunerâ, âAsozialeâ und Homosexuelle gehörten. Die Gestapo war berĂŒchtigt fĂŒr ihre brutalen Foltermethoden und mit hauptverantwortlich fĂŒr den Holocaust und Völkermord an den Sinti und Roma. In den NĂŒrnberger Prozessen wurde sie daher zu einer verbrecherischen Organisation erklĂ€rt.
Die Gestapo entstand kurz nach der Machtergreifung der NSDAP 1933 aus der PreuĂischen Geheimpolizei sowie aus den entsprechenden Bereichen der Polizei der LĂ€nder der Weimarer Republik. 1939 wurde die Gestapo in das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) (Amt IV) eingegliedert.
Contents
âą Aufarbeitung
âą Dienstgrade
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Dokumentationen
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Organisatorische Entwicklung
Siehe auch
:
GeschÀftsverteilungsplÀne des Geheimen Staatspolizeiamtes
GrĂŒndung 1933 und erste Jahre bis 1936
Am 30. Januar 1933 ernannte ReichsprĂ€sident Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler, der wiederum Hermann Göring als Reichskommissar fĂŒr das preuĂische Innenministerium in sein Kabinett berief. Dieser bestimmte seinerseits am selben Tag den Leiter der politischen Polizeitruppe des preuĂischen Innenministeriums (3 Referate der Abteilung II), Rudolf Diels, zum Leiter der Abteilung I A, der politischen Polizei PreuĂens, deren Hauptaufgabe die Beobachtung und BekĂ€mpfung politischer Gegner war. Am 3. MĂ€rz 1933 hob eine preuĂische Ministerialverordnung die bis dahin geltenden KompetenzbeschrĂ€nkungen der Polizei auf. Damit war ein erster Schritt zur Entlassung der Gestapo aus der Bindung an die Gesetze vollzogen. Am 11. April wurde Göring auch preuĂischer MinisterprĂ€sident. Mit seinem Erlass vom 26. April 1933 wurde die PreuĂische Geheimpolizei aus dem Polizeiapparat ausgegliedert und das Geheime Staatspolizeiamt (Gestapa) gebildet, welches dem preuĂischen Minister des Innern, Hermann Göring, direkt unterstellt war und die Stellung einer Landespolizeibehörde hatte. Diels sagte einmal ĂŒber die Bezeichnung Gestapa/Gestapo, sie sei eine selbststĂ€ndige Erfindung der Reichspost gewesen, die den langen Namen der Dienststelle eigenmĂ€chtig abgekĂŒrzt und die verwendeten Laufstempel damit versehen habe. Mit dem zweiten Gestapo-Gesetz vom 30. November 1933 wurde die Gestapo ein völlig selbststĂ€ndiger Zweig der inneren Verwaltung, welche direkt dem MinisterprĂ€sidenten (Göring) unterstellt war.cite-ref-2[2]cite-ref-zofka-3-0[3] Mit Erlass vom 9. MĂ€rz 1934 ĂŒbertrug Göring auch die oberste Leitung der Landespolizei vom Amt des PreuĂischen Innenministers auf das Amt des PreuĂischen MinisterprĂ€sidenten, bevor mit Wirkung vom 1. Mai 1934 Wilhelm Frick auch preuĂischer Innenminister wurde.
In den ersten Jahren der NS-Herrschaft war der Machtkampf um die Leitung der politischen Polizei im Reich noch nicht entschieden. Von 1933 bis 1936 kam es zu RivalitĂ€ten bezĂŒglich der Umstrukturierung und Leitung der Polizeieinheiten, vor allem zwischen Hermann Göring, Heinrich Himmler und Reichsinnenminister Wilhelm Frick. Himmler hatte, ausgehend von Bayern, bis April 1934 nach und nach die ZustĂ€ndigkeiten fĂŒr die politische Polizei in den nicht-preuĂischen LĂ€ndern (bis auf das kleine Schaumburg-Lippe, welches erst nach PreuĂen folgte) auf seine Person vereinigt.cite-ref-zofka-3-1[3]
Am 1. April 1934 wurde Diels als preuĂischer Gestapo-Chef entlassen und am 20. April 1934 wurde Heinrich Himmler Inspekteur und stellvertretender Chef der preuĂischen Gestapo, tatsĂ€chlich hatte er aber schon die Befehlsgewalt. Die direkte Leitung wurde an Reinhard Heydrich, zuvor Chef der Bayerischen Politischen Polizei (BPP) und dort Himmler unterstellt, ĂŒbergeben. Jetzt entwickelte sich die Gestapo zu einer flĂ€chendeckenden GroĂorganisation zur Bespitzelung der Bevölkerung und Ausschaltung von Regimegegnern, die eng mit der SS verwoben war. Organisatorisch und rechtstechnisch wurde sie dabei stark durch Heydrichs Stellvertreter Werner Best geprĂ€gt. Göring versuchte noch, die Gestapo in PreuĂen wieder unter seine Kontrolle zu bekommen, aber am 20. November 1934 sah er sich genötigt, Himmler die GeschĂ€fte der gesamten preuĂischen Geheimen Staatspolizei unter dessen alleiniger Verantwortung zu ĂŒbertragen.cite-ref-zofka-3-2[3] Göring dagegen konzentrierte sich nunmehr auf den (zunĂ€chst geheimen) Auf- und Ausbau der Luftwaffe.
Entwicklung ab 1936
Am 17. Juni 1936 wurde Heinrich Himmler auf der Grundlage von Hitlers âErlass des FĂŒhrers und Reichskanzlers ĂŒber die Einsetzung eines Chefs der deutschen Polizei im Reichsministerium des Innerenâcite-ref-schweder-158-4-0[4] zum Chef der gesamten deutschen Polizei ernannt.
Damit waren die unterschiedlichen PolizeiverbĂ€nde wie Schutzpolizei, Gendarmerie und Gemeindepolizei nicht mehr unter einer Aufsicht der Innenministerien der LĂ€nder, sondern die Polizei wurde zentralisiert. Offiziell war Himmler (bis er ab dem 20. August 1943 dieses Amt selbst bekleidete) noch dem Reichsinnenminister Wilhelm Frick unterstellt, faktisch war er aber nun einer der mĂ€chtigsten MĂ€nner im Staat. Er strukturierte die Polizeiverwaltung grundlegend um. Himmler hatte die âOrdnungspolizeiâ und die âSicherheitspolizeiâ separat untergliedert.cite-ref-schweder-158-4-1[4] Ihm wurde die Gestapo nun auch nominell unterstellt. Insbesondere die Staatspolizeistellen (politische Polizei) in den nicht-preuĂischen LĂ€ndern wurden zu diesem Zeitpunkt eindeutig der Gestapo zugeordnet, wenngleich die Gauleiter, wie zum Beispiel in Hamburg, noch immer Einfluss auf die Arbeit der Staatspolizeistellen nahmen. Die Gestapo wurde mit der Kriminalpolizei in dem Amt Sicherheitspolizei (Sipo) zusammengelegt, deren Leitung wiederum Reinhard Heydrich ĂŒbernahm. Unmittelbar zustĂ€ndig fĂŒr die BekĂ€mpfung der Regimegegner war die Gestapo als Abteilung II (Politische Polizei), deren Leitung Heinrich MĂŒller innehatte. ZusĂ€tzlich wurde die Gestapo nun zu einem Repressionsinstrument, um gegen die politischen Gegner des Nationalsozialismus vorzugehen. Allerdings wurde vor allem die Minderheit der Juden verfolgt. Daneben ging es auch gegen andere Minderheiten wie Homosexuelle, so genannte âAsoziale und Arbeitsscheueâ sowie die im Untergrund aktiven Zeugen Jehovas.
Gemeinsame Ausbildung von Gestapo, Kriminalpolizei und SD ab 1938
Ein Erlass vom 18. Februar 1938, der Laufbahnrichtlinien fĂŒr den Vollzugsdienst von Sicherheitspolizei (Kripo, Gestapo) und SD (Sicherheitsdienst) regelte, schrieb fĂŒr Kripo, Gestapo und SD einen gemeinsamen Ausbildungsgang vor.
Die Bewerber des einfachen Polizeivollzugsdienstes und des UnterfĂŒhrerdienstes des SD absolvierten eine zwölfmonatige Ausbildung. Davon bestanden neun Monate aus Praktika bei Dienststellen der Kriminalpolizei, der Staatspolizei und des SD. Kripo-AnwĂ€rter verbrachten davon acht Monate bei der Kripo und einen Monat beim SD. AnwĂ€rter von Gestapo und SD gingen fĂŒnf Monate zur Staatspolizei und je zwei Monate zu Kripo und SD. AnschlieĂend erfolgte ein dreimonatiger Kurs an der Kriminalfachschule der Sicherheitspolizei in Berlin-Charlottenburg. Die Ausbildung endete mit der 1. FachprĂŒfung zum Kriminalassistenten.
Die Einstellung in den gehobenen Kriminalpolizeidienst erfolgte nach einer EingangsprĂŒfung als KriminalkommissaranwĂ€rter. Nach dreizehn Monaten praktischer Ausbildung wurde der AnwĂ€rter zu einem neunmonatigen Lehrgang an die FĂŒhrerschule der Sicherheitspolizei (Sipo) in Berlin-Charlottenburg abgeordnet. Die praktische Ausbildung der Kripo unterschied sich von jener von Gestapo und SD. Kripo-AnwĂ€rter verbrachten sieben Monate bei Dienststellen der Kripo, zwei Monate bei der Gestapo, drei Monate bei dem SD sowie jeweils sechs Monate im Revierdienst der Schutzpolizei und im Polizeiverwaltungsdienst. AnwĂ€rter von Gestapo und SD absolvierten sechs Monate bei der Gestapo, drei Monate bei der Kripo, drei Monate beim SD und jeweils sechs Monate bei der Schutzpolizei und bei der Verwaltungspolizei. Nach Bestehen der PrĂŒfung zum Kriminalkommissar war die unmittelbare Beförderung zum Hilfskriminalkommissar obligatorisch. Die Zuweisung eines Dienstpostens (und damit die Weiterbeförderung zum Kriminalkommissar auf Probe) erfolgte innerhalb weniger Tage. Nach einer BewĂ€hrungszeit von sechs bis vierundzwanzig Monaten stand die Beförderung zum auĂerplanmĂ€Ăigen Kriminalkommissar an.cite-ref-5[5]
Zusammenschluss zum Reichssicherheitshauptamt 1939
Am 27. September 1939 erfolgte die nĂ€chste Ănderung: Gestapo und Kriminalpolizei wurden als Teile der Sicherheitspolizei mit dem Sicherheitsdienst (SD) zum Reichssicherheitshauptamt (RSHA) zusammengeschlossen. Die Gestapo firmierte nun als Abteilung IV des RSHA mit der Bezeichnung âGegnerbekĂ€mpfungâ und stand neben den Abteilungen fĂŒr âGegnerforschungâ, âDeutsche Lebensgebieteâ und dem ehemaligen Auslandsdienst, die alle aus dem SD hervorgegangen waren. Diese Position im GefĂŒge des NS-Staats sollte die Gestapo bis 1945 behalten. Die Gestapo war damit bis zu ihrer Auflösung nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht Teil eines Machtkonglomerats geworden, in dem die Unterscheidung zwischen eigentlicher Polizeibehörde und den zur SS, also einer politischen Organisation, gehörenden Organisationseinheiten kaum mehr möglich war.
Parallel zum Wandel der UnterstellungsverhĂ€ltnisse verĂ€nderte sich auch die Binnengliederung der Gestapo: Nach GrĂŒndung gliederte sie sich in zehn Dezernate, von denen eins fĂŒr Generalia und eines fĂŒr Schutzhaftsachen zustĂ€ndig war. Die ĂŒbrigen acht Dezernate hatten zur Aufgabe, je eine politische Bewegung zu ĂŒberwachen. An diesem Organisationsprinzip hielt die Gestapo auch fest, nachdem sie Himmler und Heydrich unterstellt worden war, und jetzt aus drei Hauptabteilungen (Verwaltung, Politische Polizei, Abwehrpolizei) bestand. Als sie 1936 mit der Kriminalpolizei zur Sicherheitspolizei zusammengefasst wurde, entstand ein Amt fĂŒr Verwaltung und Personal, das die Belange beider Polizeieinrichtungen regelte. Der Zusammenschluss der Sicherheitspolizei mit dem SD zum RSHA verĂ€nderte an dieser Aufteilung nichts, sodass die Gestapo dem GeschĂ€ftsverteilungsplan nach ein Amt im RSHA bildete.
Umgliederung 1944
WĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs wurden die Fachreferate, die sich auf die Verfolgung je einer Gegnergruppe konzentrierten, ergĂ€nzt durch LĂ€nderreferate, die fĂŒr die besetzten Gebiete zustĂ€ndig waren. Die Abwehrpolizei wurde schlieĂlich in das Referat Grenzpolizei umbenannt und ĂŒberwachte das Zoll- und Einreisegeschehen.
Im MĂ€rz 1944 wurden die bisherigen Gruppen in Abteilungen zu je zwei bis drei Referaten zusammengefasst, die wiederum in Hauptabteilungen zusammengefasst wurden:
âą IV A (Fachreferate)
âą IV A 1 (Links- und Rechtsopposition): SS-OberfĂŒhrer Friedrich Panzinger
âą IV A 2 (Sabotageabwehr): SS-SturmbannfĂŒhrer und Kriminalrat Horst Kopkow
âą IV A 3 (Spionageabwehr): SS-ObersturmbannfĂŒhrer und Oberregierungsrat Walter Huppenkothen
âą IV A 4 (Juden, Kirchen): SS-ObersturmbannfĂŒhrer Adolf Eichmann
âą IV A 5 (SonderauftrĂ€ge; Partei, Presse und Schutzdienst): SS-StandartenfĂŒhrer Rudolf Mildner
âą IV A 6 (Kartei, Schutzhaft): Emil Berndorff
âą IV B (LĂ€nderreferate)
âą IV B 1 (West- und Nordgebiete): SS-StandartenfĂŒhrer Humbert Achamer-Pifrader
âą IV B 2 (Ost- und SĂŒdostgebiete): SS-ObersturmbannfĂŒhrer Kurt Lischka
âą IV B 3 (SĂŒdgebiete): SS-StandartenfĂŒhrer und Kriminaldirektor Fritz Rang
âą IV B 4 (PaĂ- und Ausweiswesen): Ministerialrat Johannes Krause
⹠IV B a A (Grundsatzfragen des Einsatzes auslÀndischer Arbeiter)
âą IV G (Zollgrenzschutz, Grenzinspektion)cite-ref-6[6]
Entwicklung der Mitarbeiterzahl
Mit diversen organisatorischen VerĂ€nderungen und dem steigenden Aufgabenumfang einhergehend nahm die Mitarbeiterzahl der Gestapo stĂ€ndig zu. War das Geheime Staatspolizeiamt 1933 mit unter 50 Mitarbeitern eine Stabsorganisation zur Koordination der wĂ€hrend der Konsolidierungsphase des Regimes durchgefĂŒhrten UnterdrĂŒckungsmaĂnahmen gegen politische Gegner, bot die Gestapo 1935 ein anderes Bild. Mit ungefĂ€hr 4.200 Mitarbeiterncite-ref-7[7] bildeten das Staatspolizeiamt und die Leitstellen 1935 ihren reichsweit ausgebauten Ăberwachungs- und Verfolgungsapparat. FĂŒr 1937 ist eine GesamtstĂ€rke von 7.000 Bediensteten anzunehmen. FĂŒr 1941 waren 14.835 Gestapoangehörige auf den Gehaltslisten verzeichnet, von denen jedoch rund 4.000 auĂerhalb des Reiches eingesetzt wurden. Mit Kriegsausbruch dehnte die Gestapo ihre VerfolgungsmaĂnahmen nicht nur rĂ€umlich aus, sondern bekĂ€mpfte auch neue Gegnergruppen. Am Ende des Dritten Reichs waren nicht weniger als 31.000 Mann beschĂ€ftigt.cite-ref-8[8]
Regionale Strukturen und QuantitÀt
Zeitgleich mit der Einrichtung des Gestapa in Berlin wurden in GroĂstĂ€dten (zumeist Sitz eines RegierungsprĂ€sidiums, einer Gauleitung oder eines OberprĂ€sidiums) Staatspolizeistellen eingerichtet, die von ihrem inneren Aufbau her dem Gestapa Ă€hnelten und diesem unmittelbar unterstanden. Nach 1937/38 wurden einige zentrale Stapoleitstellen errichtet, denen wiederum andere Stapostellen, AuĂenstellen, Nebenstellen und Grenzkommissariate unterstanden. Insgesamt gab es 63 Stapostellen, von denen die wichtigsten Leitstellen waren. Die jeweiligen Stellen unterstanden dem Berliner Gestapa, nach 1936 auch dem regionalen Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD sowie nach Kriegsbeginn auch dem neu gegrĂŒndeten RSHA. Nach 1939 wurden weitere Stellen und Leitstellen in den besetzten Gebieten Europas eingerichtet, die dem jeweiligen Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD unterstanden.
Im NS-Staat bestanden Stapo-Leitstellen in Berlin, Breslau, BrĂŒnn, Danzig, Dortmund, Dresden, DĂŒsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Kattowitz, Königsberg, Magdeburg, MĂŒnchen, MĂŒnster/Westfalen, NĂŒrnberg-FĂŒrth, Posen, Prag (ab 1939), Reichenberg (SĂŒd), Stettin, Stuttgart und Wien (ab 1938).
Ihnen untergeordnet waren weitere Stapostellen mit jeweiligen AuĂen- und Nebenstellen: Aachen (gehörte zum Leitstellenbereich DĂŒsseldorf), Allensteincite-ref-9[9], Bielefeld, Braunschweig, Bremen, Bromberg, Chemnitz, Darmstadt, Dessau (bis 1941 eigenstĂ€ndige Staatspolizeistelle Dessau, anschlieĂend AuĂendienststelle der Staatspolizeileitstelle Magdeburg), Eisenstadt (ab 1938, Leitstellenbereich Wien), Erfurt (ab Juli 1941 mit der Staatspolizeistelle Weimar zusammengelegt), Frankfurt/Oder, Graz (ab 1938, Leitstellenbereich Wien), Halle/Saale, Innsbruck (ab 1938, Leitstellenbereich Wien), Karlsbad, Kassel, Kiel (Leitstellenbereich Hamburg), Klagenfurt (ab 1938, Leitstellenbereich Wien), Koblenz (Leitstellenbereich DĂŒsseldorf), Köln (Leitstellenbereich DĂŒsseldorf), Leipzig, Limburg an der Lahn (ab 1944, Leitstellenbereich Frankfurt/Main), Linz/Donau (ab 1938, Leitstellenbereich Wien), Litzmannstadt (Lodz/Warthegau) (ab 1939), Oppeln, Potsdam (Leitstellenbereich Berlin), Regensburg, SaarbrĂŒcken, Salzburg (ab 1938, Leitstellenbereich Wien), Schwerin, Tilsit, Troppau, Weimar und in Zichenau-Schröttersburg. Bis Oktober 1943 bestanden ferner Stapostellen in Graudenz, Hohensalza, Köslin, SchneidemĂŒhl, Trier und Wilhelmshaven.
Die rĂ€umlich-regionale Aufteilung konnte sehr unterschiedlich ausfallen und hing von sicherheitspolizeilichen Aspekten ab. Der Staatspolizeileitstelle DĂŒsseldorf waren ab 1939 beispielsweise die Staatspolizeistellen in Köln, Koblenz und Aachen unterstellt. Sie deckte damit die gesamte preuĂische Rheinprovinz ab (Aufteilung nach Provinz). Die Staatspolizeileitstellen MĂŒnster und Dortmund waren zustĂ€ndig fĂŒr die Regierungsbezirke MĂŒnster und Arnsberg (Aufteilung nach Regierungsbezirken). Die Staatspolizeileitstelle Wilhelmshaven war zustĂ€ndig fĂŒr Ostfriesland. Das Geheime Staatspolizeiamt Karlsruhe war zustĂ€ndig fĂŒr die gesamte Region Baden (Aufteilung nach bevölkerungspolitischen Aspekten einer Region).
Staatspolizeiliche Praxis und Gegnergruppen
In den Anfangsjahren baute die Gestapo eine intensive innenpolitische Berichterstattung auf. Die verschiedenen Staatspolizeistellen informierten die NS-Behörden ausfĂŒhrlich ĂŒber die Zustimmung, die das Regime von Seiten der Bevölkerung erfuhr. Diese TĂ€tigkeit wurde 1936 eingestellt und ein Jahr spĂ€ter dem SD ĂŒbertragen. Grund war, dass den Gestapo-Berichten vorgeworfen wurde, dass sie eine brĂŒchige LoyalitĂ€t der Bevölkerung feststellten und damit möglicherweise DefĂ€tismus Vorschub leisteten. Grundlage hierfĂŒr war der Funktionstrennungserlass vom 1. Juli 1937, in dem Heydrich die unterschiedlichen Aufgabenbereiche von SD und Gestapo regelte: Die Gestapo war ausschlieĂlich fĂŒr die Beobachtung und BekĂ€mpfung von Marxismus, Landesverrat und Emigration â und damit den handfesten politischen Widerstand â zustĂ€ndig. Auf zahlreichen weiteren Gebieten teilten sich beide Geheimdienste die Beobachtung, die vom SD aber nur in Hinblick auf die Stimmungslage der Bevölkerung ausgewertet wurde. Informationen, die er ĂŒber politische Gegner gewann, reichte er an die Gestapo weiter, die VerfolgungsmaĂnahmen einleitete.
AusschlieĂliche Aufgabe ab 1936 war die BekĂ€mpfung der politischen und ideologischen Gegner von Regime und Nationalsozialismus. Dabei verfĂŒgte sie ĂŒber ein breites Instrumentarium, das bei verhĂ€ltnismĂ€Ăig harmlosen Geldstrafen und Wirtshausverboten anfing und in seriellen Exekutionen politischer Gegner des NS-Regimes wĂ€hrend der letzten Kriegsjahre eine extreme Zuspitzung fand. Allen diesen MaĂnahmen war gemeinsam, dass sie ohne ĂberprĂŒfung durch Gerichte oder andere Verwaltungsbehörden angeordnet und durchgefĂŒhrt wurden. Nur wenn die Gestapo es fĂŒr zweckdienlich hielt, beispielsweise bei der Verfolgung prominenter Regimegegner, gab sie die FĂ€lle an die ab 1933 nazifizierte Justiz ab.
Wichtigstes Instrument der Gestapo zur BekĂ€mpfung politischer Gegner des Nationalsozialismus war die so genannte Schutzhaft. Diese diente vor 1933 nur der kurzfristigen Verwahrung von Personen. Durch die Notverordnung nach dem Reichstagsbrand wurden Befristungen und die richterliche ĂberprĂŒfung aufgehoben. Durch einen Erlass des Reichsministers des Innern vom 25. Januar 1938 durfte nur das Geheime Staatspolizeiamt in Berlin Schutzhaft anordnen. Diese wurde grundsĂ€tzlich in Konzentrationslagern vollstreckt. Nicht selten wurde die Gelegenheit genutzt, den politischen Gegner umzubringen. Dies gab der Gestapo ein Instrument in die Hand, unliebsame Justizurteile zu korrigieren. Hatten die Betroffenen eine von den Gerichten verhĂ€ngte Strafe verbĂŒĂt, wurden sie aufgrund der gleichen VorwĂŒrfe nach ihrer Freilassung in Schutzhaft genommen und in ein Konzentrationslager eingewiesen.
Die BekĂ€mpfung von politischen Gegnern war ein Schwerpunkt der Arbeit der Gestapo. In den Anfangsjahren infiltrierte die Gestapo konspirative Gruppen, die sich aus den verbotenen politischen Parteien entwickelt hatten. Dabei wurden Mitglieder dieser Organisationen durch Drohungen, Gewaltanwendungen und materielle Vorteile zur Kooperation bewogen. Diese V-Leute sorgten dafĂŒr, dass ein organisierter Widerstand vor Kriegsbeginn zerschlagen wurde. Um politische Gegnergruppen in den spĂ€teren Jahren zu bekĂ€mpfen, wurden Sonderkommissionen eingesetzt, so zum Beispiel nach der Ermordung Heydrichs oder dem Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler.
GĂ€ngige Verhörmethoden waren Erpressung, Schmeichelei, Konfrontation mit echtem oder gefĂ€lschtem Beweismaterial sowie mit echten oder gefĂ€lschten Aussagen der MithĂ€ftlinge. Informationen wurden auĂerdem durch Foltern erzwungen und in den anschlieĂenden Prozessen verwendet. Die Verhafteten wurden im Rahmen der âverschĂ€rften Vernehmungâ beschimpft, erniedrigt und bedroht oder mit GummiknĂŒppel, Ochsenziemer, Peitsche, Stock oder anderen GegenstĂ€nden geschlagen. Wenn die Angeklagten dann vor dem Volksgerichtshof die Folter vorbrachten, wurde wie im Verfahren gegen die Widerstandsgruppe um Heinrich Maier im gerichtlichen Urteil festgehalten, dass gemÀà glaubwĂŒrdigen Aussagen der Gestapo-Beamten gegen keinen HĂ€ftling irgendwelche wie immer gearteten ungesetzlichen Zwangsmittel zur Erzielung von Aussagen angewendet wurden.cite-ref-10[10]cite-ref-11[11] Verurteilte wurden teilweise selbst noch nach dem Volksgerichtshofprozess wie Heinrich Maier im Konzentrationslager Mauthausen in Schutzhaft genommen und schwer gefoltert, um noch weitere Informationen zu bekommen. Die Aufdeckung der Roten Kapelle wollte die Gestapo nutzen, um den sowjetischen Kriegsgegner in Zusammenarbeit mit der Wehrmacht mit Funkspielen zu tĂ€uschen. Die Gestapo bekĂ€mpfte auch kritische MeinungsĂ€uĂerungen zum Regime, die durch das HeimtĂŒckegesetz fĂŒr illegal erklĂ€rt worden waren. DafĂŒr nutzte sie vorrangig Denunziationen.
Parallel zur BekĂ€mpfung von politischen Gegnern, die der Stabilisierung des Regimes dienen sollte, fanden auch die ideologischen Ziele des Nationalsozialismus Eingang in die Arbeit der Gestapo. So gerieten auch weltanschauliche Gegner wie zum Beispiel Homosexuelle oder âArbeitsscheueâ ins Visier der Geheimpolizei.
Die MaĂnahmen gegen Homosexuelle verschĂ€rften sich im Laufe des Dritten Reichs massiv. VerlieĂ sich die Gestapo anfangs noch auf Razzien in der Szene und gab die meisten FĂ€lle an die Justiz weiter, setzte sie in spĂ€teren Jahren auf Denunziation und setzte eine rĂŒcksichtslose Inhaftierung in Konzentrationslagern durch. Zynischerweise wurde den Beschuldigten die Wahl zwischen Kastration und weiterer Inhaftierung gelassen. Sogenannte Asoziale wurden in den Anfangsjahren mit Schutzhaft drangsaliert, spĂ€ter bĂŒndelte die Gestapo diese VerfolgungsmaĂnahmen. 1940 wurden sogenannte Arbeitserziehungslager (AEL) eingerichtet, in welche Menschen wegen âNichterfĂŒllung ihrer Arbeitspflichtâ eingeliefert werden konnten. Nach einem Runderlass des ReichsfĂŒhrers SS vom 15. Dezember 1942 wurden zusĂ€tzlich in den gröĂeren Betrieben, in deren NĂ€he kein Arbeitserziehungslager war, Erziehungslager unter Leitung der Staatspolizeileitstellen eingerichtet. Die Bewachung der HĂ€ftlinge erfolgte durch Angehörige des Werkschutzes.
WĂ€hrend des Kriegs erweiterte die Gestapo ihre VerfolgungsmaĂnahmen auf neue Gegnergruppen. Die zahllosen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter mussten ĂŒberwacht werden, was ungefĂ€hr die HĂ€lfte des Personals band. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen dabei Bummelei, Sabotage in den Betrieben und Arbeitsniederlegungen sowie unerlaubter Umgang mit Deutschen, beispielsweise GeschĂ€fte auf dem Schwarzmarkt oder sexueller Verkehr. In der zweiten KriegshĂ€lfte organisierte sich der Widerstand der Zwangsarbeiter entweder konspirativ in den Betrieben oder, im Falle von entflohenen Zwangsarbeitern, in Form kleiner Gruppen, die sich in den GroĂstĂ€dten versteckten. Die Gestapo griff daraufhin zu immer brutaleren Methoden, gerade osteuropĂ€ische und sowjetische Zwangsarbeiter wurden zahlreich und ohne Gerichtsverfahren exekutiert. Auch in den besetzten LĂ€ndern war die Gestapo tĂ€tig und bekĂ€mpfte die dortigen Widerstandsbewegungen. Die brutale Behandlung ganzer Bevölkerungskreise sollte eine direkte Fortsetzung in Deutschland finden, nachdem sich die Wehrmacht aus immer mehr LĂ€ndern hatte zurĂŒckziehen mĂŒssen. WĂ€hrend der letzten Kriegsmonate exekutierte die Gestapo vielerorts unterschiedslos ihre Gefangenen, bevor die Orte von alliierten Truppen eingenommen wurden.
Zudem ĂŒbernahm die Gestapo wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs entscheidende Funktionen im Zusammenhang mit der Verfolgung, Deportation und Ermordung der europĂ€ischen Juden. WĂ€hrend sich die Gestapo in der FrĂŒhphase der NS-Herrschaft bei der Judenverfolgung noch auf Einzelaktionen beschrĂ€nkt hatte, nahm sie spĂ€testens ab Kriegsbeginn eine fĂŒhrende Rolle im TĂ€terkonglomerat ein.cite-ref-12[12] Wie auch andere Polizeiformationen wurden Gestapo-MĂ€nner zu den Einsatzgruppen abkommandiert, die hinter der Front summarische Exekutionen durchfĂŒhrten. Doch die wichtigere Rolle bei der Ermordung des europĂ€ischen Judentums spielte die Gestapo nicht in den neu eroberten Gebieten, sondern in Berlin, dem politischen Zentrum des Dritten Reichs. Das berĂŒchtigte Judenreferat unter Adolf Eichmann war eine Gestapo-Dienststelle (IV B 4) im RSHA, von wo aus die anti-jĂŒdischen MaĂnahmen koordiniert wurden. Die Deportation von Juden aus Deutschland wurde unter der FederfĂŒhrung der Gestapo als arbeitsteiliger und bĂŒrokratischer Prozess durchgefĂŒhrt, in dem die Geheimpolizei eng mit der Reichsbahn zusammenarbeitete und sich der lokalen Polizeidienststellen bediente. Ihren Abschluss fand diese generalstabsmĂ€Ăige Vernichtung in der Fabrikaktion, an deren Planung und DurchfĂŒhrung die Gestapo ebenso maĂgeblich beteiligt war. Auch vorangegangene DiskriminierungsmaĂnahmen wie zum Beispiel die Einweisung in JudenhĂ€user wurden von der Gestapo geplant und von den Stapoleitstellen implementiert.
Gestapo und die NS-Bewegung
Die FĂŒhrungselite der Geheimpolizei rekrutierte sich aus einem ĂŒberwiegend bĂŒrgerlichen Hintergrund. Es handelte sich dabei um junge Karriereakademiker, die fast ausnahmslos Juristen und zu einem erheblichen Teil promoviert waren. Bis auf wenige Ausnahmen hatten alle Stapo-Stellenleiter ein Abitur.cite-ref-13[13] Zu diesem hohen Bildungsstand kam nicht selten eine gewisse Distanz auch zu einzelnen Positionen des Nationalsozialismus bzw. zu dessen Charakter als Massen- und Parteibewegung. Als Generation der âneuen Sachlichkeitâ, die ihre politische Sozialisation in den instabilen 1920er-Jahren gewonnen hatte, waren ihre Mitglieder karrieregeleitet, oft völkisch orientiert, elitĂ€r und anti-republikanisch.cite-ref-14[14] Sie stellten die EffektivitĂ€t und Effizienz des staatlichen Verwaltungshandelns und ein tatorientiertes FĂŒhrerprinzip ĂŒber eine Einhegung durch Grundrechte und rechtsstaatliche Prinzipien.
Diese MentalitĂ€t zeigt sich an der Mitgliedschaft von Gestapo-Angehörigen in politischen Organisationen. Ein wesentlicher Teil, etwa zwei Drittel, war in einer NS-Organisation engagiert. In der Zentrale setzte sich frĂŒhzeitig eine enge Bindung an den SS-Staat durch: 49,9 % der Mitglieder gehörten der SS an, 31,1 % dem SD und damit den elitĂ€rsten Organisationen innerhalb der NS-Bewegung. Gerade diese Mitgliedschaften begrĂŒndeten ein besonderes TreueverhĂ€ltnis, denn diese Gestapo-Angehörigen waren Himmler nicht nur als Dienstherrn, sondern auch in seiner Funktion als ReichsfĂŒhrer SS unterstellt. DemgegenĂŒber taten sich zwischen den regionalen Dienststellen erhebliche Unterschiede auf, beispielsweise gehörten viele Gestapo-Angehörige in den westfĂ€lischen Ablegern der SA an. Die enge Verzahnung zwischen eigentlich staatlicher Gestapo und dem SD als Geheimdienst der NS-Bewegung zeigte sich auch in einem regen personellen Austausch zwischen beiden Organisationen.
Rapider personeller Ausbau der Gestapo, Personalauswahl und Durchdringung durch die NS-Bewegung beeinflussten sich gegenseitig. In den Anfangsjahren wurde hauptsÀchlich aus dem Polizeidienst rekrutiert,cite-ref-15[15] und es wurde auf die Mitgliedschaft in einer NS-Organisation gedrÀngt. In den spÀteren Jahren kehrte sich dieser Zusammenhang um. Das fachlich hohe Qualifikationsniveau konnte nicht mehr gehalten werden und in Schnellkursen ausgebildete SS-MÀnner traten in den Dienst ein, sodass de facto die SS-Mitgliedschaft zu einem wichtigen Kriterium der Personalauswahl wurde.
Gestapo und die deutsche Gesellschaft
Die aktuelle historische Forschung bewertet die Gestapo, ihrem erheblichen Personalzuwachs zum Trotz, nicht mehr wie noch in den 1950er- und 1960er-Jahren als eine allmĂ€chtige Organisation, die quasi die gesamte deutsche Gesellschaft flĂ€chendeckend observierte. Dieser âGestapo-Mythosâ wurde von Heydrich und anderen Mitarbeitern in der Ăffentlichkeit gepflegt, um die Wirkung der VerfolgungsmaĂnahmen zu ĂŒbertreiben. Er entsprach aber nicht der RealitĂ€t.cite-ref-16[16] Vielmehr kamen in der am besten observierten GroĂstadt, Berlin, rund 4.000 Einwohner auf einen Gestapobeamten, in der preuĂischen Provinz musste sich ein Geheimdienstmitarbeiter um die möglicherweise regimefeindlichen Bestrebungen von 25.000 Bewohnern kĂŒmmern.
Die Gestapo konnte sich somit nicht nur auf ihre eigenen Operationen verlassen, da ihr Personal dafĂŒr nicht ausreichte, sondern war auf Zuarbeit aus der Bevölkerung angewiesen. Dies erfolgte durch das Anwerben von V-Leuten, wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs aber verstĂ€rkt durch Denunziationen, die aus der Mitte der Bevölkerung kamen.
V-Leute wurden von der Gestapo hauptsĂ€chlich in den gegenĂŒber dem Nationalsozialismus resistenten Gruppen wie der sozialdemokratisch oder kommunistisch geprĂ€gten Arbeiterschaft oder dem katholischen Milieu geworben. WĂ€hrend des Kriegs rekrutierte die Gestapo V-Leute auch aus dem Kreis der Zwangsarbeiter, um diese Gruppe besser kontrollieren zu können. Als wichtigste Motive der V-Leute zur Mitarbeit sind Drohung mit Schutzhaft, materielle Vorteile und ideologische Ăberzeugung zu nennen. Entsprechend unterschiedlich gestaltete sich die Kooperation zwischen V-Leuten und Gestapo: Hinhaltende Informierung der Gestapo, um die Mitglieder der eigenen Gruppe zu schĂŒtzen, stand neben aktiver Mitarbeit bei der Verfolgung. Insgesamt besteht bei der Erforschung dieser Materie eine betrĂ€chtliche Quellennot, vor allem aus Gestapo-internen GrĂŒnden. Einerseits konnten V-Leute gegenĂŒber ihren Opfern nicht selbst vor Gericht aussagen, weil sonst ihre AnonymitĂ€t gefĂ€hrdet gewesen wĂ€re, andererseits war es der Gestapo gemÀà Erlass des Reichsministerium des Innern vom 12. Oktober 1944 zur Zerstörung von amtlichen Dokumenten fast ĂŒberall gelungen, ihre papierenen Spuren zu verwischen.cite-ref-17[17]
Als eine weitere Quelle erschloss sich die Gestapo Denunziationen, also Hinweise aus der Bevölkerung zu Verbrechen. Diese betrafen zumeist Handlungen und ĂuĂerungen, die vom Regime kriminalisiert wurden. Beispielsweise wurden politische Bewertungen der Beschuldigten weitergetragen und bildeten die Grundlage fĂŒr Ermittlungen, Schutzhaftverfahren und Prozesse. Dabei wandten sich die Denunzianten selten direkt an die Gestapo, vielmehr wurden die Anzeigen hĂ€ufig von der Schutzpolizei (SchuPo) oder von der Partei weitergegeben. Gerade die NS-Organisationen nutzten die ihnen zugetragenen Informationen auch nach eigenem GutdĂŒnken und gaben diese erst anschlieĂend an die Gestapo weiter. Auch wenn keine Zahlen fĂŒr das gesamte Reichsgebiet vorliegen, so zeigen zahlreiche Lokalstudien die ĂŒberragende Bedeutung der Denunziationen fĂŒr die Praxis der Gestapo. Nach Klaus-Michael Mallmann und Gerhard Paul stellte die breite Denunziationsbereitschaft der Bevölkerung âdie zentrale Ermittlungsinstanz der Gestapo, die quantitativ wie qualitativ wichtigste Ressource staatspolizeilichen Wissens [âŠ] dar.âcite-ref-18[18] Robert Gellately bezeichnet die Bevölkerung des NS-Staates, die mehrheitlich die Ziele Hitlers geteilt habe, daher als eine âselbstĂŒberwachende Gesellschaftâ.cite-ref-19[19]
Zwar gelang es der Gestapo, erhebliche Teile der Bevölkerung fĂŒr das Regime in Dienst zu stellen, doch erwiesen sich Denunziationen in der Praxis als problematisch. Ăhnlich wie bei der Rekrutierung von V-Leuten kann von einer erheblichen Bandbreite an Denunzianten, Beschuldigten und mutmaĂlichen Motiven fĂŒr Denunziationen ausgegangen werden. Aus der Vielzahl von EinzelfĂ€llen hat die Geschichtsforschung ein hĂ€ufig wiederkehrendes Muster herausgearbeitet: Denunziationen gingen zu einem erheblichen Teil von obrigkeitshörigen, wenig vermögenden, einkommens- und bildungsschwachen sozialen Kreisen aus und richteten sich ĂŒberdurchschnittlich hĂ€ufig gegen höhere soziale Schichten der Gesellschaft. Auch die Gestapo erkannte diese Instrumentalisierung der Denunziation zum Ausleben sozialer Konflikte, ohne dieser Schwierigkeit in der staatspolizeilichen Praxis begegnen zu wollen.
Aufarbeitung
Mit dem Kontrollratsgesetz Nr. 2 (Auflösung und Liquidierung der Naziorganisationen) vom 10. Oktober 1945 wurde die Gestapo durch den Alliierten Kontrollrat verboten und ihr Eigentum beschlagnahmt.cite-ref-20[20] Mit dem Kontrollratsgesetz Nr. 31 (PolizeibĂŒros und -agenturen politischen Charakters) vom 1. Juli 1946 wurden alle deutschen Polizeidienststellen und -agenturen aufgelöst, die mit der Ăberwachung und Kontrolle politischer BetĂ€tigung beauftragt waren.cite-ref-21[21] In den NĂŒrnberger Prozessen wurde die Gestapo zu einer verbrecherischen Organisation erklĂ€rt. Hohe FunktionstrĂ€ger mussten sich in den Nachfolgeprozessen verantworten oder wurden im europĂ€ischen Ausland fĂŒr ihre Taten verurteilt. Das Verhalten der mittleren und unteren RĂ€nge wurde durch die Spruchkammerverfahren juristisch bewertet, was oft eine WeiterbeschĂ€ftigung in Polizeibehörden verhinderte.
Im sogenannten Polizeibrief aus dem April 1949 gestatteten die alliierten MilitĂ€rgouverneure der kĂŒnftigen Bundesregierung zwar, eine eigene Stelle âzur Sammlung und Verbreitung von AuskĂŒnften ĂŒber umstĂŒrzlerische, gegen die Bundesregierung gerichtete TĂ€tigkeiten einzurichten.â Um eine neue Gestapo zu verhindern, untersagten sie aber, dieser Behörde auch Polizeibefugnisse einzurĂ€umen (Trennungsgebot zwischen Polizei und Nachrichtendiensten).cite-ref-22[22]
1951 amnestierte der amerikanische Hochkommissar John Jay McCloy zahlreiche Verurteilte. § 67 des Gesetzes zur Regelung der RechtsverhĂ€ltnisse der unter Artikel 131 des Grundgesetzes fallenden Personen erleichterte zudem die Wiederanstellung von belasteten Beamten.cite-ref-23[23] Infolge dieser Regelung rĂŒckten in den 1950er-Jahren zahlreiche ehemalige Gestapo-Mitarbeiter wieder in die Polizei und den neu gegrĂŒndeten Verfassungsschutz der Bundesrepublik ein.cite-ref-24[24]cite-ref-25[25]cite-ref-26[26] Auch das ostdeutsche Ministerium fĂŒr Staatssicherheit warb ehemalige Gestapo-Mitarbeiter an.cite-ref-27[27]cite-ref-28[28]cite-ref-29[29]cite-ref-30[30]
Eine der wichtigsten Quellensammlungen zur Gestapo lagert im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland in Duisburg, wo ihre TĂ€tigkeit im Rheinland dokumentiert ist.
GebÀudereste der Topografie des Terrors
Die GebĂ€ude auf dem Prinz-Albrecht-GelĂ€nde wurden zum Teil im Krieg zerstört beziehungsweise nach dem Krieg abgerissen. In den 1970er-Jahren nutzten unter anderem eine Bauschuttfirma und ein Autodrom fĂŒr fĂŒhrerscheinfreies Fahren die freie FlĂ€che.
Anfang der 1980er Jahre machten sich mehrere Initiativen dafĂŒr stark, auf dem GelĂ€nde eine GedenkstĂ€tte zu errichten. Infolgedessen entstand 1987 das Museumsprojekt Topographie des Terrors. Dabei wird auf dem GelĂ€nde der ehemaligen Prinz-Albrecht-StraĂe 8, heute NiederkirchnerstraĂe 8 im Stadtbezirk Kreuzberg, dem Hauptquartier der Geheimen Staatspolizei, in einer ehemaligen Kunstgewerbeschule angestrebt, den Terrorapparat der Nationalsozialisten zu dokumentieren. In unmittelbarer Nachbarschaft lag das Prinz-Albrecht-Palais in der WilhelmstraĂe 102, das ab 1934 zur Zentrale des Sicherheitsdienstes (SD) der SS und ab 1939 auch des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) wurde. Das vormalige Hotel Prinz-Albrecht, Prinz-Albrecht-StraĂe 9, war ab 1934 der Sitz der âReichsfĂŒhrung SSâ. Dieses GebĂ€ude-Ensemble fasst man heute unter dem Begriff âPrinz-Albrecht-GelĂ€ndeâ zusammen. Die DokumentationsstĂ€tte in der NiederkirchnerstraĂe 8 zĂ€hlt zu den staatlichen Museen in Berlin.
Reste des HausgefĂ€ngnisses im Keller der Geheimen Staatspolizei sind erhalten geblieben und stehen heute unter Denkmalschutz.cite-ref-31[31] Sie sind als Teil der Ausstellung Topographie des Terrors öffentlich zugĂ€nglich. In den GefĂ€ngniszellen wurden zwischen 1933 und 1945 circa 15.000 politische HĂ€ftlinge inhaftiert und verhört. Das GefĂ€ngnis war berĂŒchtigt fĂŒr seine Foltermethoden und fĂŒr viele HĂ€ftlinge Durchgangsstation zu den Konzentrationslagern.
Gestapo in Ăsterreich
Mit Erlass Himmlers vom 18. MĂ€rz 1938 wurde die Staatspolizeileitstelle Wien sowie Staatspolizeistellen in Linz, Salzburg, Klagenfurt, Innsbruck und Eisenstadt errichtet. Nach der Einteilung der österreichischen BundeslĂ€nder in Reichsgaue wurde die Stapostelle Eisenstadt zwischen Wien und Graz aufgeteilt. In Wiener Neustadt, St. Pölten und Znaim wurden AuĂenstellen der Stapostelle Wien geschaffen. Die Stapoleitstelle Wien konnte den anderen Stapostellen Weisungen erteilen und Berichte anfordern. Jede Stapostelle unterstand auĂerdem unmittelbar dem Geheimen Staatspolizeiamt (Gestapa), spĂ€ter dem Reichssicherheitshauptamt. Auch der jeweilige Höhere SS- und PolizeifĂŒhrer konnte den Stapostellen Weisungen geben. Die Stapostellen ihrerseits konnten sich der Behörden von Kreis- und Ordnungspolizei bedienen. Zwischen 1940 und 1944 wurden die Stapostellen von Berlin aus direkt und ohne Einschalten der Stapoleitstelle Wien gelenkt.
Staatspolizeileitstelle Wien
Die Wiener Gestapo mit Sitz im ehemaligen Hotel MĂ©tropole am Morzinplatz war mit rund 900 Mitarbeitern die gröĂte Gestapo-Dienststelle im Deutschen Reich. Tag fĂŒr Tag wurden hier bis zu 500 Menschen zur Einvernahme vorgeladen oder nach erfolgter Verhaftung eingeliefert. Karl Ebner, der stellvertretende Leiter der Wiener Gestapo-Leitstelle, nannte das euphemistisch âParteienverkehrâ. Insgesamt dĂŒrften mindestens 50.000 Personen in die MĂŒhlen von Wiens Gestapo geraten sein. Etwa 12.000 Menschen sind in der vorliegenden Erkennungsdienstlichen Kartei der Wiener Gestapo erfasst; Fotos wurden angefertigt (siehe Beispiel-Foto hier: âMaria Fischerâ, Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo-Leitstelle Wien)cite-ref-32[32] und auf âPhotographierscheinenâ wurde die âVerbrecherklasseâ verzeichnet.
Die von der Gestapo verhafteten BĂŒrger wurden durch einen Hintereingang in der Salztorgasse direkt in den Keller verschafft, der als GefĂ€ngnis und Folterkammer diente. Durch physische und psychische Gewalt wurden hier â nicht selten mit Todesfolge â GestĂ€ndnisse und Denunziationen erpresst. Die Gefangenen wurden bestialisch geschlagen, getreten, tagelang an Zellengittern aufgehĂ€ngt und auf Wasserentzug gesetzt. Teilweise wurden Gefangene auch ohne Gerichtsverfahren direkt nach der Vernehmung in Konzentrationslager zur Exekution ĂŒberstellt.cite-ref-33[33] Wenn Gerichtsverfahren stattfanden, beurteilten die zustĂ€ndigen NS-Richter in ihren Urteilen das Vorbringen von Gestapo-Folterungen als vollkommen unglaubwĂŒrdig (wie zum Beispiel in den Verfahren gegen die Mitglieder der Widerstandsgruppe Maier-Messner-Caldonazzi)cite-ref-34[34] beziehungsweise beteuerten wahrheitswidrig selbst noch nach dem Krieg in den Verfahren gegen sie wegen Missbrauch der Amtsgewalt und QuĂ€lerei, dass es in Wien niemals âverschĂ€rfte Verhöreâ gegeben habe.cite-ref-35[35] Bereits die erste groĂe Verhaftungswelle im MĂ€rz und April 1938, die vor allem namhafte Gegner des Nationalsozialismus und Juden zum Ziel hatte, wurde von der Gestapo im Hotel MĂ©tropole koordiniert, ebenso die folgenden Deportationstransporte in die Konzentrationslager. Im Jahr 1938 plante die Widerstandsgruppe rund um Karl Burian mit den fĂŒr diesen Zweck durch den ehemaligen EigentĂŒmer Markus Friediger bereitgestellten BauplĂ€nen des Hotel MĂ©tropole die Sprengung dieses Gestapo-Hauptquartiers, jedoch wurde die Widerstandsgruppe vor der Verwirklichung des Plans verhaftet.cite-ref-36[36]
Die Wiener Leitstelle galt den Nationalsozialisten als âerfolgreichste Gestapo-Zentrale des Reichsâ, wobei die Wiener Gestapo-Beamten umfangreich mit V-Leuten arbeiteten. Die Gestapoleitstelle Wien ĂŒberschritt dabei das in Richtlinien vorgesehene Budget fĂŒr die Honorierung von Spitzeldiensten um das FĂŒnffache. Nicht nur kriminelle Berufsspitzel, sondern auch prominente sozialistische Politiker, hochrangige RS-Aktivisten, international tĂ€tige SpitzenfunktionĂ€re der KPĂ und kommunistische Aktivisten standen im Sold der Gestapo. Hans Pav, Ludwig Leser, Kurt Dernbergercite-ref-37[37], Robert Frank, Anna Mönch, Josef Koutny, Kurt Koppel, Margarete Kahane, Leopold Koutny, Georg Weidinger und Josef Lochmann waren bekannte V-Leute, die teils erhebliche Zuwendungen der Gestapo erhielten und Hunderte WiderstandskĂ€mpfer verrieten.cite-ref-38[38]
Leiter der Gestapo in Wien war von MĂ€rz bis Dezember 1938 der bayrische Kriminalrat und spĂ€tere SS-BrigadefĂŒhrer und Generalmajor der Polizei Franz Josef Huber, der schon in der Weimarer Republik bei der Kriminalpolizei in MĂŒnchen tĂ€tig war. SS-StandartenfĂŒhrer Rudolf Mildner wurde sein Nachfolger. Huber gilt als einer der NS-Hauptverbrecher in Ăsterreich. Er wurde nach dem Krieg in der Bundesrepublik als âMinderbelasteterâ eingestuft und mit 500 D-Mark GeldbuĂe und einem Jahr GefĂ€ngnis bedingt in Freiheit entlassen. Er genoss den Schutz der amerikanischen Behörden, weil er sich rechtzeitig mit ihnen arrangierte. SS-ObersturmbannfĂŒhrer (1943) Karl Ebner war stellvertretender Leiter der Gestapo-Leitstelle in Wien. Er hatte als Mitglied des Cartell-Verbandes in der ersten Republik und im StĂ€ndestaat in der Polizei seine Karriere begonnen und verfolgte als Abteilungsleiter des Judenreferats (II B 4, spĂ€ter IV B 4) in Wien insbesondere kommunistische WiderstandskĂ€mpfer und Juden rĂŒcksichtslos.cite-ref-39[39] Ebner wurde 1948 vom Volksgericht zu 20 Jahren Kerker verurteilt und durch BundesprĂ€sident Theodor Körner bereits 1953 begnadigt. Der wegen seiner BrutalitĂ€t berĂŒchtigte Johann Sanitzer leitete lange Zeit das fĂŒr den legitimistischen und österreich-patriotischen Widerstand zustĂ€ndige Referat.cite-ref-40[40]
Am 12. MÀrz 1945 brannte das GebÀude nach Bombentreffern aus und wurde spÀter abgerissen. 1968 wurde an der Stelle der ehemaligen Gestapo-Zentrale der Leopold Figl-Hof errichtet.
An der GebĂ€udevorderseite, unterhalb der ersten Loggia befindet sich ein Relief zur Erinnerung an die Opfer der Gestapo. Vis-a-vis der Front des ehemaligen Sitzes der Gestapo-Zentrale steht seit 1951 ein Mahnmal fĂŒr die Opfer der NS-Gewaltherrschaft, welches 1985 erneuert und 1999 erweitert wurde.
An der Hinterseite des heutigen GebĂ€udes ein Gedenkraum (Eingang Salztorgasse 6). Der Gedenkraum wurde 2011 nach grĂŒndlicher Renovierung und Aufbau einer neuen Ausstellung als GedenkstĂ€tte fĂŒr die Opfer der Gestapo Wien wieder eröffnet. An gleicher Adresse fĂŒhrte Simon Wiesenthal â der auch hier wohnte â sein Dokumentationszentrum.
Dienstgrade
Die Gestapo verwendete die Dienstgrade der Kriminalpolizei.
| Dienstgradvergleich von Sicherheitspolizei, Ordnungspolizei und Schutzstaffel (SS) (Stand: 10. April 1941 bis 8. Mai 1945) [ 41 ] | Dienstgradvergleich von Sicherheitspolizei, Ordnungspolizei und Schutzstaffel (SS) (Stand: 10. April 1941 bis 8. Mai 1945) [ 41 ] | Dienstgradvergleich von Sicherheitspolizei, Ordnungspolizei und Schutzstaffel (SS) (Stand: 10. April 1941 bis 8. Mai 1945) [ 41 ] | Dienstgradvergleich von Sicherheitspolizei, Ordnungspolizei und Schutzstaffel (SS) (Stand: 10. April 1941 bis 8. Mai 1945) [ 41 ] | |
|---|---|---|---|---|
| Dienstgrade der Sicherheitspolizei (Kriminalpolizei, Gestapo) | Dienstgrade der Ordnungspolizei (Verwaltungspolizei) | Dienstgrade der Ordnungspolizei (Schutzpolizei, Gendarmerie, Feuerschutzpolizei) | Dienstgrade der Schutzstaffel (SS) | |
| Höhere SS- u. PolizeifĂŒhrer (GenerĂ€le) | Höhere SS- u. PolizeifĂŒhrer (GenerĂ€le) | Höhere SS- u. PolizeifĂŒhrer (GenerĂ€le) | Höhere SS- u. PolizeifĂŒhrer (GenerĂ€le) | Höhere SS- u. PolizeifĂŒhrer (GenerĂ€le) |
| ReichsfĂŒhrer SS u. âChef der Deutschen Polizeiâ | ReichsfĂŒhrer SS u. âChef der Deutschen Polizeiâ | ReichsfĂŒhrer SS u. âChef der Deutschen Polizeiâ | ReichsfĂŒhrer SS u. âChef der Deutschen Polizeiâ | ReichsfĂŒhrer SS u. âChef der Deutschen Polizeiâ |
| â | âChef der Ordnungspolizeiâ (ab April 1942) | âChef der Ordnungspolizeiâ (ab April 1942) Generaloberst der Polizei und SS-OberstgruppenfĂŒhrer | SS-OberstgruppenfĂŒhrer | |
| â Chef der Sicherheitspolizei und des SD â | âChef der Ordnungspolizeiâ (bis April 1942) | âChef der Ordnungspolizeiâ (bis April 1942) General der Polizei und SS-ObergruppenfĂŒhrer | SS-ObergruppenfĂŒhrer | |
| ??? | Ministerialdirektor | Generalleutnant der Polizei und SS-GruppenfĂŒhrer | SS-GruppenfĂŒhrer | |
| ??? | âPolizeiprĂ€sidentâ Ministerialdirigent | Generalmajor der Polizei und SS-BrigadefĂŒhrer | SS-BrigadefĂŒhrer | |
| FĂŒhrer (Offiziere) | FĂŒhrer (Offiziere) | FĂŒhrer (Offiziere) | FĂŒhrer (Offiziere) | FĂŒhrer (Offiziere) |
| â | âPolizeiprĂ€sidentâ | â | SS-OberfĂŒhrer | |
| âReichskriminaldirektorâ Regierungs- und Kriminaldirektor | âPolizeiprĂ€sidentâ Ministerialrat Regierungsdirektor | Oberst der Polizei | SS-StandartenfĂŒhrer | |
| Oberregierungs- und Kriminalrat | âPolizeidirektorâ (Polizeichef kleinerer StĂ€dte) Oberregierungsrat | Oberstleutnant der Polizei | SS-ObersturmbannfĂŒhrer | |
| Regierungs- und Kriminalrat Kriminal-Direktor Kriminalrat (mit ĂŒber 15 Dienstjahren) | Regierungsrat Polizeirat Amtsrat Amtmann | Major der Polizei | SS-SturmbannfĂŒhrer | |
| Kriminalassessor (a.p.) Kriminalrat Kriminalkommissar (mit ĂŒber 15 Dienstjahren) | Regierungsassessor (a.p.) Amtmann (a.p.) Polizeirat Polizeioberinspektor | Hauptmann der Polizei Revier-Hauptmann (bis 1939: Oberinspektor) | SS-HauptsturmfĂŒhrer | |
| (a.p.) Kriminalkommissar Kriminalinspektor KriminalobersekretĂ€r | Ministerialregistrator Assessor Polizeiinspektor (auch mit Zulage) PolizeiobersekretĂ€r | Oberleutnant der Polizei Revier-Oberleutnant (bis 1939: Inspektor) | SS-ObersturmfĂŒhrer | |
| Kriminalkommissar auf Probe / zur PrĂŒfung Hilfskriminalkommissar KriminalsekretĂ€r | (a.p.) Polizeiinspektor PolizeisekretĂ€r KanzleisekretĂ€r technischer ObersekretĂ€r | Leutnant der Polizei Revier-Leutnant (bis 1939: Obermeister) | SS-UntersturmfĂŒhrer | |
| UnterfĂŒhrer (Unteroffiziere) | UnterfĂŒhrer (Unteroffiziere) | UnterfĂŒhrer (Unteroffiziere) | UnterfĂŒhrer (Unteroffiziere) | UnterfĂŒhrer (Unteroffiziere) |
| KriminalsekretĂ€r | PolizeisekretĂ€r | Meister | SS-SturmscharfĂŒhrer | |
| Kriminaloberassistent | PolizeigefĂ€ngnishauptwachtmeister Polizeioberassistent | Hauptwachtmeister | SS-HauptscharfĂŒhrer | |
| Kriminalassistent | Polizeiassistent PolizeigefĂ€ngnisoberwachtmeister | Revier-Oberwachtmeister (Schutzpolizei) Bezirks-Oberwachtmeister (Gendarmerie) Zugwachtmeister (kasernierte Polizei-Einheiten) | SS-OberscharfĂŒhrer | |
| (a.p.) Kriminalassistent (auĂerplanmĂ€Ăige Stelle) | (a.p.) Polizeiassistent | Oberwachtmeister | SS-ScharfĂŒhrer | |
| KriminalassistentanwĂ€rter | Amtsgehilfe Botenmeister Hausmeister | Wachtmeister | SS-UnterscharfĂŒhrer | |
| MĂ€nner (Mannschaften) | MĂ€nner (Mannschaften) | MĂ€nner (Mannschaften) | MĂ€nner (Mannschaften) | MĂ€nner (Mannschaften) |
| â | â | Rottwachtmeister | SS-RottenfĂŒhrer | |
| â | â | Unterwachtmeister | SS-Sturmmann | |
| â | â | AnwĂ€rter (nach sechsmonatiger Dienstzeit) | SS-Mann | |
| KriminalassistentenanwĂ€rter im Vorbereitungsdienst | â | AnwĂ€rter | SS-AnwĂ€rter | |
Anmerkung: Dienstgrade des mittleren Dienstes stehen in Normalschrift, Dienstgrade des gehobenen Dienstes in Fettschrift und Dienstgrade des höheren Dienstes in Kursivschrift. Dienststellungen (wie âReichskriminaldirektorâ, âPolizeidirektorâ oder âPolizeiprĂ€sidentâ) stehen in AnfĂŒhrungszeichen.
Siehe auch
Literatur
âą Shlomo Aronson: Reinhard Heydrich und die FrĂŒhgeschichte von Gestapo und SD. Hrsg.: Institut fĂŒr Zeitgeschichte (= Studien zur Zeitgeschichte). Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1971, ISBN 3-421-01569-4 (339 S., zugleich: Diss., Berlin (West), Freie UniversitĂ€t, Philosophische FakultĂ€t, 1966).
âą Ingrid Bauz, Sigrid BrĂŒggemann, Roland Maier (Hrsg.): Die Geheime Staatspolizei in WĂŒrttemberg und Hohenzollern. Schmetterling-Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-89657-138-0 (477 S.).
âą Holger Berschel: BĂŒrokratie und Terror. Das Judenreferat der Gestapo DĂŒsseldorf 1935â1945 (= DĂŒsseldorfer Schriften zur Neueren Landesgeschichte und zur Geschichte Nordrhein-Westfalens). Klartext, Essen 2001, ISBN 3-89861-001-2 (480 S.).
âą Heinz Boberach: Berichte des SD und der Gestapo ĂŒber Kirchen und Kirchenvolk in Deutschland 1934â1944. Matthias-GrĂŒnewald-Verlag, Mainz 1971, OCLC 923074953 (1021 S.).
âą Hans Buchheim: Die SS â das Herrschaftssystem. Befehl u. Gehorsam / Hans Buchheim. In: Anatomie des SS-Staates. Band 1. dtv Verlagsgesellschaft, MĂŒnchen 1967, DNB 454575629 (323 S., dtv 462).
âą Hellmut Butterweck: Nationalsozialisten vor dem Volksgericht Wien. Ăsterreichs Ringen um Gerechtigkeit 1945â1955 in der zeitgenössischen öffentlichen Wahrnehmung. 2. Auflage. Studien Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-7065-5480-0 (800 S.).
âą Carsten Dams, Michael Stolle: Die Gestapo. Herrschaft und Terror im Dritten Reich. 4. Auflage. Beck, MĂŒnchen 2017, ISBN 978-3-406-57355-2 (253 S.).
⹠Jacques Delarue: Geschichte der Gestapo. Droste/AthenÀum, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-7610-7228-7.
⹠Rudolf Diels: Lucifer ante portas: ⊠es spricht der erste Chef der Gestapo ⊠Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1950, OCLC 26394696 (326 S.).
âą Robert Gellately: Die Gestapo und die deutsche Gesellschaft. Die Durchsetzung der Rassenpolitik 1933â1945. Schöningh, Paderborn 1993, ISBN 3-506-77487-5 (323 S.).
âą Robert Gellately: Hingeschaut und weggesehen. Hitler und sein Volk. 2. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, MĂŒnchen 2002, ISBN 3-421-05582-3 (480 S., auch Lizenzausgabe der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, Bonn 2003).
âą Christoph Graf: Politische Polizei zwischen Demokratie und Diktatur. Copress, Berlin 1988, ISBN 978-3-7678-0585-9 (457 S.).
âą Siegfried Grundmann: Die V-Leute des Gestapo-Kommissars Sattler. Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-941450-25-7 (344 S.). cite-ref-42[42]
⹠Hans-Christian Harten: Die weltanschauliche Schulung der Polizei im Nationalsozialismus. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2018, ISBN 978-3-506-78836-8 (663 S.).
âą Bernd Hey: Zur Geschichte der westfĂ€lischen Staatspolizeistellen und der Gestapo. In: WestfĂ€lische Forschungen. Band 37, 1987 (58â90 S.).
âą Bastian Fleermann, Hildegard Jakobs, Frank Sparing: Die Geheime Staatspolizei in DĂŒsseldorf 1933â1945. Geschichte einer nationalsozialistischen Sonderbehörde im Westen Deutschlands. In: Kleine Schriftenreihe der Mahn- und GedenkstĂ€tte DĂŒsseldorf. Droste, DĂŒsseldorf 2012, ISBN 978-3-7700-1486-6.
âą Erich Kasberger: Macht auf Zeit : die Gestapo MĂŒnchen. Volk Verlag, MĂŒnchen 2025, ISBN 978-3-86222-477-7.
âą Eric A. Johnson: Nazi Terror. The Gestapo, Jews and Ordinary Germans. John Murray, London 2002, OCLC 59377848 (englisch).
âą Gabriele Lotfi: KZ der Gestapo. Arbeitserziehungslager im Dritten Reich. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-596-15134-1.
âą Thomas Mang: âGestapo-Leitstelle Wien â Mein Name ist Huberâ. Wer trug die lokale Verantwortung fĂŒr den Mord an den Juden Wiens? Wien 2003, ISBN 3-8258-7259-9, S. 131.
âą Wilhelm Mensing: Gestapo V-Leute kommunistischer Herkunft â auch ein Strukturproblem der KPD? In: Mitteilungsblatt des Instituts fĂŒr soziale Bewegungen. Band 34, 2005, ISBN 3-89861-486-7, ISSN 0173-2471.
âą Andreas Nachama (Hrsg.): Die WilhelmstraĂe 1933â1945. Aufstieg und Untergang des NS-Regierungsviertels. Stiftung Topographie des Terrors, Berlin 2012, ISBN 978-3-941772-10-6, S. 78 ff. (196 S.).
⹠Gerhard Paul, Klaus-Michael Mallmann (Hrsg.): Die Gestapo. Mythos und RealitÀt. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1995, ISBN 3-534-12572-X.
âą Jan Ruckenbiel: Soziale Kontrolle im NS-Regime. Protest, Denunziation u. Verfolgung; zur Praxis alltĂ€glicher UnterdrĂŒckung im Wechselspiel von Bevölkerung u. Gestapo. UniversitĂ€t Siegen, 2001, abgerufen am 26. Mai 2018 (Dissertation).
âą Hans Schafranek: V-Leute und âVerrĂ€terâ. Die Unterwanderung kommunistischer Widerstandsgruppen durch Konfidenten der Wiener Gestapo. In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. Band 3, 2000, ISSN 0046-8428, OCLC 204923147, S. 300â349.
âą Hans Schafranek: Widerstand und Verrat. Gestapospitzel im antifaschistischen Untergrund. Czernin Verlag, Wien 2017, ISBN 978-3-7076-0622-5 (504 S., bezogen auf Wien und die sog. Ostmark).
âą Herbert Schultheis, Isaac E. Wahler: Bilder und Akten der Gestapo WĂŒrzburg ĂŒber die Judendeportationen 1941â1943. In: Bad NeustĂ€dter BeitrĂ€ge zur Geschichte und Heimatkunde Frankens. Rötter (Rhön- und Saalepost), Bad Neustadt a. d. Saale 1988, ISBN 3-9800482-7-6 (208 S.).
âą Gerd Steinwascher: âGestapo OsnabrĂŒck meldetâŠâ Polizei- und Regierungsberichte aus dem Regierungsbezirk OsnabrĂŒck aus den Jahren 1933 bis 1936. In: OsnabrĂŒcker Geschichtsquellen und Forschungen. Band XXXVI. Selbstverlag d. Vereins f. Geschichte u. Landeskunde, OsnabrĂŒck 1995, ISBN 978-3-9803412-3-3.
⹠Michael Stolle: Die Geheime Staatspolizei in Baden. Personal, Organisation, Wirkung und Nachwirken einer regionalen Verfolgungsbehörde im Dritten Reich. UVK Medien-Verlags-Gesellschaft, Konstanz 2001, ISBN 3-89669-820-6 (412 S., Dissertation).
âą Jan Valtin: Tagebuch der Hölle. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1957, OCLC 954989022 (598 S., amerikanisches Englisch: Out of the Night. USA 1941. Ăbersetzt von Werner Krauss, Lizenzausgabe in Komet MA-Service und Verlagsgesellschaft mbH, Frechen).
âą Herbert Wagner: Die Gestapo war nicht allein⊠Politische Sozialkontrolle und Staatsterror im deutsch-niederlĂ€ndischen Grenzgebiet 1929â1945. In: Anpassung, Selbstbehauptung, Widerstand. Nr. 22. Lit Verlag, MĂŒnster 2004, ISBN 3-8258-7448-6 (ĂŒber die Grafschaft Bentheim).
âą Franz Weisz: Die geheime Staatspolizei Staatspolizeileitstelle Wien. Wien 1992.
⹠Walter Otto Weyrauch: Gestapo V-Leute. Tatsachen und Theorie des Geheimdienstes. Untersuchungen zur Geheimen Staatspolizei wÀhrend der nationalsozialistischen Herrschaft. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-596-11255-9 (160 S.).
âą Friedrich Wilhelm: Die Polizei im NS-Staat. Die Geschichte ihrer Organisation im Ăberblick. Sammlung Schöningh zur Geschichte und Gegenwart. Ferdinand Schöningh, Paderborn 1997, ISBN 3-506-77503-0 (288 S.).
Dokumentationen
⹠Holger Hillesheim, Wolfgang Schoen: Die Gestapo. Dreiteilige Dokumentation der ARD/SWR (1. Hitlers schÀrfste Waffe. 2. Terror ohne Grenzen. 3. Henker an der Heimatfront. Erstsendung: 18. April 2005).
Weblinks
Commons
: Gestapo
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Geheime Staatspolizei
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
âą Literatur von und ĂŒber Geheime Staatspolizei im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⹠HaftstÀtten und GefÀngnisse der Gestapo (Memento vom 29. Januar 2020 im Internet Archive)
âą Eintrag zu Gestapo im Austria-Forum (im AEIOU-Ăsterreich-Lexikon)
âą Fotos aus der Erkennungsdienstlichen Kartei der Gestapo Wien. Eine Auswahl mit derzeit ĂŒber 3.200 Fotos von NS-Opfern
⹠NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln im EL-DE Haus, der einstigen Zentrale der Gestapo im Regierungsbezirk Köln
âą Die geheime Staatspolizei â Gestapo gelsenzentrum.de
âą ZeitZeichen: 26.04.1933 - Die GrĂŒndung der Gestapo
Einzelnachweise
cite-note-22. â Michael Wildt: Polizei der Volksgemeinschaft. NS-Regime und Polizei 1933â1945. In: Konferenz âPolizei und NS-Verbrechenâ â Aufarbeitung und Dokumentation im NS-Dokumentationszentrum Köln 2.â5. November 2000. Köln November 2000.
cite-note-zofka-33. â Zdenek Zofka: Die Entstehung des NS-Repressionssystems â oder: Die Machtergreifung des Heinrich Himmler. Archiviert vom Original; abgerufen am 7. Juni 2023 (Bayerische Landeszentrale fĂŒr politische Bildungsarbeit, Report 1/2004).
cite-note-schweder-158-44. â Alfred Schweder: Politische Polizei. Heymannverlag, Berlin 1937, S. 15.8.
cite-note-55. â Hans-Christian Harten: Die weltanschauliche Schulung der Polizei im Nationalsozialismus. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2018, ISBN 978-3-506-78836-8, S. 49.
cite-note-66. â Hans Buchheim: SS und Polizei im NS-Staat. Selbstverlag der Studiengesellschaft fĂŒr Zeitprobleme, 1964, S. 67 (google.com [abgerufen am 18. April 2025]).
cite-note-77. â Elisabeth Kohlhaas: Die Mitarbeiter der regionalen Staatspolizeistellen. In: Gerhard Paul, Klaus-Michael Mallmann: Die Gestapo. Unv. Sonderausg. Darmstadt 2003, ISBN 3-89678-482-X, S. 222.
cite-note-88. â Zahlen nach Elisabeth Kohlhaas: Die Mitarbeiter⊠S. 221 und S. 224 f.
cite-note-99. â Heinz Boberach u. a.: Ămter, AbkĂŒrzungen, Aktionen des NS-Staates. Handbuch fĂŒr die Benutzung von Quellen der nationalsozialistischen Zeit. Amtsbezeichnungen, RĂ€nge und Verwaltungsgliederungen, AbkĂŒrzungen und nichtmilitĂ€rische Tarnbezeichnungen. In: Texte und Materialien zur Zeitgeschichte. Band 5. Saur, MĂŒnchen 1997, S. 93.
cite-note-1010. â Vgl. Urteil des Volksgerichtshof GZ 5H 96/44 u. a., S. 21 ff.
cite-note-1111. â Fritz Molden: Die Feuer in der Nacht. Opfer und Sinn des österreichischen Widerstandes 1938â1945. Amalthea, Wien 1988, S. 122.
cite-note-1212. â Siehe Carsten Dams, Michael Stolle: Die Gestapo. (2008), S. 116 ff.
cite-note-1313. â Carsten Dams, Michael Stolle: Die Gestapo. Herrschaft und Terror im Dritten Reich. C.H. Beck Verlag, MĂŒnchen 2008, S. 59.
cite-note-1515. â Carsten Dams, Michael Stolle: Die Gestapo. Herrschaft und Terror im Dritten Reich. C.H. Beck Verlag, MĂŒnchen 2008, S. 62.
cite-note-1616. â Robert Gellately: Allwissend und allgegenwĂ€rtig? Entstehung, Funktion und Wandel des Gestapo-Mythos. In: Gerhard Paul, Klaus-Michael Mallmann: Die Gestapo. S. 47 ff.
cite-note-1717. â Vgl. Thomas Mang: âEr brachte sehr gute und schöne Nachrichten.â Leutgebs V-Leute der Gestapo. In: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.), Jahrbuch 2014, S. 165 ff.
cite-note-1818. â Klaus-Michael Mallmann und Gerhard Paul: Gestapo â Mythos und RealitĂ€t. In: Bernd Florath (Hrsg.): Die Ohnmacht der AllmĂ€chtigen. Geheimdienste und politische Polizei in der modernen Gesellschaft. Ch. Links, Berlin 1992, S. 107.
cite-note-1919. â Robert Gellately: Die Gestapo und die deutsche Gesellschaft. Zur Entstehungsgeschichte einer selbstĂŒberwachenden Gesellschaft. In: Detlef Schmiechen-Ackermann (Hrsg.): Anpassung â Verweigerung â Widerstand. Soziale Milieus, Politische Kultur und der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Deutschland im regionalen Vergleich. GedenkstĂ€tte Deutscher Widerstand, Berlin 1997, S. 109â121 (online, Zugriff am 4. Mai 2019).
cite-note-2020. â Kontrollratsgesetz Nr. 2 vom 10. Oktober 1945. In: Amtsblatt des Kontrollrats in Deutschland, Nummer 1 vom 29. Oktober 1945, S. 19 ff., Digitalisat der Deutschen Nationalbibliothek: urn:nbn:de:101:1-201301314955.
cite-note-2222. â Unsere Geschichte. Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz, abgerufen am 5. August 2023.
cite-note-2323. â Martin Rath: Das "131er-Gesetz": Die Inklusion von NS-Beamten Legal Tribune Online, 19. Februar 2017.
cite-note-2424. â Martin Hölzl: Gutachten âNS-Vergangenheit ehemaliger Behördenleiter des Landeskriminalamtes NRWâ. Langfassung. PrĂ€sentation im Rahmen der Pressekonferenz am 16. Dezember 2019.
cite-note-2525. â Ex-Nazis als VerfassungsschĂŒtzer: âFachleute waren knappâ Deutschlandfunk Kultur, 27. Februar 2016.
cite-note-2626. â Constantin Goschler, Michael Wala: âKeine neue Gestapoâ. Das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz und die NS-Vergangenheit. Rowohlt, Reinbek 2015, ISBN 978-3-644-04181-3.
cite-note-2727. â Jens Gieseke: NSDAP-Mitglieder im Ministerium fĂŒr Staatssicherheit. Zu den politischen Kosten des Aufbauenthusiasmus in der DDR-Gesellschaft. In: Die Ămter und ihre Vergangenheit. Ministerien und Behörden im geteilten Deutschland 1949â1972. Brill Schöningh 2018, S. 145â162.
cite-note-2828. â âEinschĂ€tzungâ der Zusammenarbeit mit dem âGeheimen Informatorâ und ehemaligen Gestapo-Mitarbeiter âSchmidtâ. Bundesarchiv, Stasi-Mediathek, abgerufen am 5. August 2023.
cite-note-2929. â Henry Leide: NS-Verbrecher und Staatssicherheit: die geheime Vergangenheitspolitik der DDR. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2005. ISBN 978-3-525-35018-8.
cite-note-3131. â Bodendenkmal: Zellen bzw. Keller der GebĂ€ude der Geheimen Staatspolizei und der ReichsfĂŒhrung der SS
cite-note-3232. â Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes: Nicht mehr anonym â Fotos aus der Erkennungsdienstlichen Kartei der Gestapo Wien, Gestapo-Opfer. FĂŒr die Profil-Suche Marie Fischer, geb. 30.1897 auf der folgenden Seite auf den Button âMehr Informationenâ klicken: doew.at
cite-note-3333. â Vgl. z. B. Butterweck Hellmut: Nationalsozialisten vor dem Volksgericht Wien, Wien 2016, S. 438 ff., 593 ff.
cite-note-3434. â Urteil des Volksgerichtshof GZ 5H 96/44 u. a., S. 21 ff.
cite-note-3535. â Vgl. z. B. Butterweck Hellmut: Nationalsozialisten vor dem Volksgericht Wien, Wien 2016, S. 468 ff.
cite-note-3636. â Vgl. u. a. Jahrbuch des DĂW (2012), S. 37.
cite-note-3737. â Dernberger, Kurt, in: Werner Röder, Herbert A. Strauss (Hrsg.): Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Ăffentliches Leben. Saur, MĂŒnchen 1980, S. 125.
cite-note-3838. â Vgl. Hans Schafranek: Widerstand und Verrat. Gestapospitzel im antifaschistischen Untergrund 1938â1945. 2017.
cite-note-3939. â Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. S. Fischer-Verlag, Frankfurt 2003.
cite-note-4040. â Elisabeth Boeckl-Klamper, Thomas Mang, Wolfgang Neugebauer: Gestapo-Leitstelle Wien 1938-1945. 2018, ISBN 978-3-902494-83-2, S. 299 ff.
cite-note-411. Friedrich Wilhelm: Die Polizei im NS-Staat. Die Geschichte ihrer Organisation im Ăberblick, Sammlung Schöningh zur Geschichte und Gegenwart, Paderborn 1997, S. 256.
cite-note-4242. â Ulrich Eumann: Rezension zu: Grundmann, Siegfried: Die V-Leute des Gestapo-Kommissars Sattler. Berlin 2010. In: H-Soz-u-Kult. 29. Juni 2010, abgerufen am 26. Mai 2018.
52.507213.3825coordinatesKoordinaten: 52° 30âČ 25,9âł N, 13° 22âČ 57âł O